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Allgemeine Informationen* über ITALIEN
GeografieItalien liegt überwiegend auf einer Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Angrenzende Staaten sind Frankreich (Länge der gemeinsamen Staatsgrenze: 488 km), die Schweiz (734,2 km), Österreich (430 km), Slowenien (232 km) sowie die Enklaven San Marino (39 km) und die Vatikanstadt (3 km). Italien besitzt mit Campione d’Italia eine Exklave in der Schweiz. Der Gebirgszug des Apennins durchzieht das Land entlang der Längsachse. Im Norden gehört ein Teil der Alpen zu Italien. Entlang der Westküste Italiens ziehen sich von Norden in Richtung Süden unter anderem die Italienische Riviera in Ligurien und den Golf von Neapel in Kampanien. Die Ostküste wird von Triest im Norden bis zum Gargano im Norden Apuliens (nach anderen Darstellungen: bis zur Straße von Otranto) als die Italienische Adriaküste bezeichnet. Zu Italien gehören die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie die Inselgruppen der Liparischen Inseln, der Ägadischen Inseln, der Tremiti-Inseln, der Pontinischen Inseln und der Toskanische Archipel. Die Pelagischen Inseln, zu denen auch Lampedusa gehört, und die Insel Pantelleria gehören geografisch bereits zu Afrika. Neben dem Vesuv auf dem italienischen Festland stehen auf italienischen Inseln gleich zwei weitere bekannte Vulkane, der Ätna und der Stromboli. Höchster Gipfel Italiens ist der Mont Blanc de Courmayeur mit 4.748 m, ein Nebengipfel des Mont Blanc. Das höchste Bergmassiv, das vollständig auf italienischem Boden steht, ist der Gran Paradiso mit 4.061 m in den Grajischen Alpen. Hydrografisch gehört Italien fast ausschließlich zum Mittelmeer. Einzig das Tal des Lago di Livigno und der oberste Teil des Val d’Uina entwässern via Inn und Donau ins Schwarze Meer. Dorthin entwässert ebenfalls die Drau, die im Pustertal in Südtirol entspringt, sowie die Gailitz, die das Gebiet um Tarvisio/Tarvis durchfließt. Ferner entwässert das Tal des Lago di Lei über den Rhein in die Nordsee. Die längsten Flüsse sind Po, Etsch, Arno und Tiber. Zu den größten italienischen Seen zählen der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See in Oberitalien sowie der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno in Mittelitalien. Auf Grund der geologischen Verhältnisse kommt es in Italien immer wieder zu Erdbeben. Das verheerendste Beben des 20. Jahrhunderts mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala ereignete sich in Messina und Reggio Calabria im Jahre 1908 und verursachte etwa 130.000 Tote. 1930 bebte die Erde bei Avezzano in den Abruzzen und forderte 15.000 Menschenleben. Die süditalienische Region Irpinia wurde 1980 von mehreren starken Beben getroffen, deren Ausläufer von Portici bei Neapel bis nach Potenza in der Basilikata reichten; dabei kamen über 3.000 Menschen um. Am 31. Oktober 2002 kam es zu einem kräftigen Beben in San Giuliano di Puglia (Region Molise): 30 Menschen, davon 27 Kinder, wurden in den Trümmern eines eingestürzten Schulgebäudes verschüttet. Auch Norditalien bleibt nicht von Erbeben verschont. Das katastrophale Erdbeben, das sich 1976 im Friaul ereignete, kostete 965 Menschenleben. Zudem haben sich weitere kleinere Beben ereignet, bei denen es meistens nur Sachschäden, leider aber auch Tote zu verzeichnen gab. Das letzte verheerende Erdbeben mit einer Stärke von 5,9 auf der Richterskala ereignete sich am 6. April 2009 in der Region Abruzzen. Das Erdbeben forderte in der Provinz L’Aquila 298 Opfer und zerstörte zahlreiche Gebäude und ganze Dörfer.[5]
BevölkerungItalien hat eine Einwohnerzahl von 60.054.511 Einwohnern (Stand Dezember 2008) und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 23, innerhalb der Europäischen Union liegt das Land auf dem vierten Rang hinter Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.
Dom, Mailand Dom, Florenz Schiefer Turm, Pisa San Francesco di Paola, Napoli Altstadt, Verona Riva, Gardasee
Stadt- und LandbevölkerungRund 67 % der Einwohner Italiens, vornehmlich im Norden, leben in Städten. Vor allem von 1950 bis 1960 herrschte eine starke Abwanderung aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte (Landflucht). Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend zu Gunsten der Vororte und Kleinstädte umgekehrt (Suburbanisierung). Die größten StädteDie zehn größten Städte (Stand: 1. Januar 2008).[6]
Siehe: Liste der Städte in Italien Die größten ProvinzenListe der zehn größten Provinzen nach Einwohnern (Stand: 1. Januar 2009).[6]
Die Autonome Provinz Bozen-Südtirol ist mit 7.399,97 km² die flächenmäßig größte Provinz. Siehe: Liste der italienischen Provinzen Die größten MetropolregionenDie Tabelle zeigt die zehn größten Metropolregionen.[7]
TopSprachenNeben der Amtssprache Italienisch gibt es noch die regionalen Amtssprachen Deutsch und Ladinisch in Südtirol, Französisch im Aostatal sowie Slowenisch in den Provinzen Triest und Görz. Darüber hinaus sieht ein staatliches Gesetz aus dem Jahr 1999[10] den Schutz folgender Minderheitensprachen vor:
Bisher ist dieses Gesetz aber nicht umgesetzt worden. Die Einrichtung von mehrsprachigen Ämtern, der muttersprachliche Schulunterricht und die Förderung von Radio- und Fernsehprogrammen, wie sie das Gesetz vorsieht, sind nicht verwirklicht worden. Nur in der Ortsnamensgebung sind einige Fortschritte gemacht worden. So tragen zahlreiche Verkehrsschilder im Friaul auch die furlanische Bezeichnung, während auf Sardinien neben dem italienischen gegebenenfalls auch der sardische Ortsname steht. In einigen Alpentälern wird der höchstalemannische Dialekt der Walser gesprochen, der in der autonomen Region Aostatal als Minderheitensprache anerkannt ist und gefördert wird. Darüber hinaus werden in Italien zahlreiche Dialekte gesprochen, die gar keine amtliche Anerkennung genießen. Die Verkehrsbeschilderung einiger Gemeinden, besonders jener, die von der Lega Nord verwaltet sind, ist jedoch um die mundartliche Bezeichnung des Ortes erweitert worden.
TopGeschichte
Italien, vor allem Mittel- und Süditalien, ist schon seit der Antike ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und war Mittelpunkt des Römischen Reichs. Zur Zeit Caesars reichte es bis zum Rubikon bei Rimini, unter Kaiser Augustus wurde es bis an den Fuß der Alpen und nach Istrien ausgedehnt. Nach dem Einfall der Goten und vor allem der Langobarden (410 bzw. 568) zersplitterte das Land in eine Reihe von Herrschaftsgebieten. Im 8. und 9. Jahrhundert, besonders unter Pippin und Karl dem Großen, dominierten die Franken, doch entwickelte sich unter den Nachfolgern Karls ein eigenes Königreich Italien. Seit Otto dem Großen gehörte Italien überwiegend zum Heiligen Römischen Reich, der Süden blieb dabei lange byzantinisch. Jedoch eroberten zunächst Araber ab 827 Sizilien und Teile Süditaliens. Im frühen 11. Jahrhundert begannen Normannen (aus der Normandie) mit der Eroberung Süditaliens bis zum Ende des 11. Jahrhunderts. Durch den Aufschwung von Handel und Verkehr gewannen insbesondere die Städte Norditaliens im 11. Jahrhundert zunehmende Selbstständigkeit. Die Normannen und zahlreiche Städte Oberitaliens unterstützten während des Investiturstreits den Papst. Mit dem Untergang ihrer Dynastie 1268 scheiterten die Versuche der Staufer, die schwindende Reichsgewalt in Italien zu erneuern, obwohl Heinrich VI. das unteritalienische Normannenreich durch Heirat gewonnen hatte. Den Süden beherrschte ab 1268 die französische Dynastie der Anjou, der Norden zerfiel in eine Reihe von formal dem Heiligen Römischen Reich zugehörigen, jedoch beinahe selbstständigen Städten mit ihrem Umland. Im 14. und 15. Jahrhundert entstanden im Zeitalter der Renaissance Mittelmächte mit einem enormen wirtschaftlichen und kulturellen Vorsprung. Fünf Mächte, das süditalienische Königreich (das zunehmend unter spanischen Einfluss geriet), der Kirchenstaat, Florenz, Mailand und Venedig teilten sich in wechselnden Koalitionen die politische Macht und die Ressourcen der Halbinsel. Im Kampf um die Vorherrschaft in Italien ab dem späten 15. Jahrhundert siegte Spanien über Frankreich, doch konnte Venedig - wiederum in wechselnden Koalitionen - das Machtgleichgewicht so stabilisieren, dass der spanische Einfluss überwiegend im Süden spürbar war, wenn er auch immer wieder auf Genua und Mailand ausgriff. 1796 rissen französische Revolutionstruppen die Macht an sich. 1805 krönte sich Napoleon in Mailand zum König von Italien. Nach dem Zusammenbruch seiner Herrschaft und der Wiederherstellung der Zustände vor Napoleon begann die Zeit des Risorgimento (1815-1870). Angetrieben durch die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi, und unter Führung der Dynastie der Savoyer, Könige von Piemont-Sardinien, gelang die in drei Unabhängigkeitskriegen die Vereinigung Italiens. Am 17. März 1861 wurde Viktor Emanuel II. in Turin zum König Italiens ausgerufen. 1865 wechselte die Hauptstadt nach Florenz. 1866 kamen mit dem dritten Unabhängigkeitskrieg auch das österreichisch-ungarische Veneto sowie das Friaul zum Königreich Italien. Rom wurde dann 1870 erobert und ein Jahr später zur Hauptstadt des Landes erkoren. Darüber hinaus versuchte Italien, ähnlich wie andere europäische Mächte, als Kolonialmacht Fuß zu fassen, am Horn von Afrika (Eritrea, erst später Äthiopien) und in Libyen. Da Italien sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs aus dem Dreibund gelöst hatte und der Entente beigetreten war, konnte das Königreich auf der Seite der Siegermächte Julisch Venetien, das Trentino sowie das deutschsprachige Südtirol annektieren. Im Oktober 1922 übernahmen Benito Mussolini und seine Fascisti genannten Gefolgsleute durch den Marsch auf Rom die Macht. Schritt für Schritt wandelte Mussolini das Königreich in einen totalitären Staat um und setzte sich selbst als „Duce“ (Führer) an die Spitze von Volk und Staat. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges überfiel Italien Abessinien und okkupierte das Land. Diese völkerrechtswidrige Besetzung war Teil von Mussolinis erklärtem Ziel, das antike Römische Reich wieder aufleben zu lassen. Durch verschiedene Abkommen band sich Mussolini an das Deutsche Reich und Adolf Hitler. Schließlich trat Italien auf der Seite der Achsenmächte, nach merklichem Zögern des Duce, in den Zweiten Weltkrieg ein. Mit dem Rückzug der italienischen Truppen vor den anrückenden Alliierten und dem Sturz der faschistischen Regierung im Herbst 1943 brach Italien den Dreimächtepakt, wechselte die Fronten und erklärte nunmehr seinem vormals Verbündeten den Krieg. Der folgende Einmarsch der deutschen Wehrmacht stieß auf den Widerstand der Resistenza. Nach der Befreiung Mussolinis durch deutsche Fallschirmjäger in den Apenninen erfolgte die Installation einer Marionettenregierung unter Mussolini in Norditalien bis nach Rom am 23. September 1943 (Italienische Sozialrepublik). Dieser neue Staat blieb mit Deutschland verbündet und erklärte seinerseits dem von den Alliierten besetzten Teil Italiens den Krieg. Eine frischrekrutierte Armee von 40.000 Freiwilligen (Schwarze Brigaden) standen als vermeintlich legitime Staatsgewalt von Beginn an in einer Art Bürgerkrieg gegen die italienischen Partisanen, der sich die letzten 18 Monate bis zum Ende des Krieges hinzog.[14] Als sich die deutschen Verbände im Juni 1944 bis zur „Gotenlinie“ im Apennin zurückzogen und italienische Partisanen ihre Überfälle auf deutsche Soldaten verstärkten, kam es zu Massakern an der Zivilbevölkerung und weiteren schweren Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer und Truppen der faschistischen Sozialrepublik Italien. Am 28. April 1945 kapitulierten die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten, die Kämpfe hielten aber noch bis zum 2. Mai 1945 an. Durch den Frontwechsel blieb Italien nach Kriegsende von größeren Gebietsabtretungen verschont (Umland von Triest an Jugoslawien bzw. das heutige Slowenien und Kroatien, Dodekanes an Griechenland, die Gemeinden Tende und La Brigue an Frankreich, sowie Verlust sämtlicher Kolonien). Eine verfassungsgebende Versammlung beschloss die neue Costituzione della Repubblica Italiana am 22. Dezember 1947. Sie trat zum 1. Januar 1948 in Kraft. Die Nachkriegsgeschichte Italiens zeichnet sich innenpolitisch durch häufige Regierungswechsel, allerdings bis 1990 vier Jahrzehnte unter Führung oder Hauptbeteiligung der Democrazia Cristiana, außenpolitisch durch die Gründungsmitgliedschaft in der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und wirtschaftlich durch das Wirtschaftswunder (miracolo economico) aus. Nach Jahrzehnten hoher Inflation, auch durch Entwertung der Lira, wurden in den 1990er Jahren die Staatsfinanzen unter Kontrolle gebracht, und Italien übernahm als Währung den Euro. Anfang der 90er Jahre wurde die politische Elite des Landes vom Korruptionsskandal Mani pulite weggefegt. Seitdem wird die Politik Italiens von Parteienbündnissen um die Figur von Silvio Berlusconi sowie von wechselnden Mitte-links-Koalitionen bestimmt.
WährungSeit 2002 ist der Euro in Italien gesetzliches Zahlungsmittel und löste die italienische Lira ab. In der Exklave Campione d’Italia ist nicht der Euro, sondern der Schweizer Franken gesetzliches Zahlungsmittel.
Nord-Süd-GefälleCharakteristisch für Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden steht dem unterentwickelten Süden gegenüber. Die großen Wirtschaftszentren Mailand, Turin und Genua, die das sogenannte triangolo industriale (industrielles Dreieck) bilden, sind Teil des europäischen Wirtschaftskernraumes Blaue Banane. Der gesamte oberitalienische Raum verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und gehört zu den wirtschaftlich stärksten Gebieten Europas: Es herrscht weitestgehend Vollbeschäftigung, die Arbeitslosenquote lag 2008 bei 3,9%. Zahlreiche Klein- und Kleinstunternehmen haben es aber schwer, sich am globalisierten Markt gegen die Konkurrenz aus Billiglohnländern zu behaupten. Andererseits sind Industriebranchen wie die Elektrotechnik und der Maschinenbau durchaus wettbewerbsfähig. So ist Italien etwa der viertgrößte Hersteller von Maschinenbauerzeugnissen, noch vor Frankreich und Großbritannien, mit einem Weltmarktanteil von 7,5%[21]. Mittelitalien verfügt über eine Wirtschaft, die auf Unternehmen im Textil-, Schuh- und Möbelsektor und besonders auf Tourismus basiert. Zudem ist Rom Sitz sämtlicher Verwaltungen, vieler internationaler Unternehmen (ENI, ENEL, Finmeccanica) und Organisationen (FAO) und Herz der italienischen Filmindustrie (Cinecittà). Die Arbeitslosigkeit in Mittelitalien liegt im nationalen Schnitt bei 6,1 %. Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, stellt eine der strukturschwächsten Regionen Westeuropas dar. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenquoten (über 12%), die für die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kampanien, Kalabrien und auf Sizilien die Kontrolle über viele Wirtschaftszweige ausübt. BIP in den Regionen: gesamt und pro KopfDas durchschnittliche BIP pro Kopf fällt nach der Erhebung von Eurostat für das Jahr 2005[22] je nach Region sehr unterschiedlich aus.
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VerkehrStraßenverkehrDie Gesamtlänge des italienischen Straßennetzes betrug im Jahr 2008 175.442 km [23]. Davon sind 6.621 km Autobahnen, die größtenteils in privater Hand und mautpflichtig sind. Alle anderen Straßen sind Eigentum der öffentlichen Hand. Man unterscheidet zwischen Staats-, Regional-, Provinzial- und Kommunalstraßen. Die meist befahrenen Autobahnen sind die A1 von Mailand bis Neapel, die A14 von Bologna bis Tarent für den Tourismus und unter anderem auch die Brennerautobahn A22, die von Modena bis zur Grenze mit Österreich führt, sie ist wichtig für den Transport. Siehe auch: Liste der Autobahnen in Italien SchienenverkehrDie Gesamtlänge des Schienennetzes betrug im Jahr 2008 16.356 km, von denen etwa zwei Drittel elektrifiziert sind. Sowohl das Netz als auch der Transport sind in den Händen des Staates, bis auf wenige Ausnahmen (vgl. Vinschgaubahn, Ferrovia Trento–Malè). Im Geschäftsjahr 2006 schrieb das Staatsunternehmen Ferrovie dello Stato zirka 2,12 Milliarden Euro Verlust. Im europäischen Vergleich ist Bahnfahren in Italien ausgesprochen günstig. Eine einfache Fahrt von Mailand nach Venedig (267 km) mit dem Eurostar Italia kostet etwa 31 Euro, während man für die Strecke Paris-St. Pierre des Corps (253 km) mit dem TGV 51,50, für die Trasse Frankfurt-Göttingen mit dem ICE rund 56 Euro ausgeben muss.[24] Das Streckengleis befindet sich im Gegensatz zu Deutschland auf der linken Seite. Das U-Bahn-System in Rom ist so aufgebaut, dass man bei Umsteigevorgängen in jedwede Richtung nur wenige Minuten warten muss. Lediglich in das Umland ist die Umsteigezeit etwas länger. SchifffahrtDie Gesamtlänge der schiffbaren Wasserwege beträgt 2.400 km. Den höchsten Passagierfluss verzeichnen die Häfen von Messina und Reggio Calabria, zumal es sich um die wichtigste Verbindung zwischen Sizilien und dem Festland handelt. Größte Container-Umschlagplätze sind Gioia Tauro und Genua. Weitere bedeutende Handelshäfen sind Triest und Tarent. Die wichtigsten Marinearsenale befinden sich in La Spezia, Tarent und Augusta. Sämtliche Verbindungen im Mittelmeer werden von der Reederei Tirrenia di Navigazione mit Sitz in Neapel gewährleistet. LuftfahrtDie größten Flughäfen Italiens 2007 nach Anzahl der Passagiere:
Größte Fluggesellschaft ist die angeschlagene Alitalia, im Zuge deren Restrukturierung der Flugverkehr in Malpensa zu Gunsten von Fiumicino stark eingeschränkt wurde. Auch die Lufthansa ist auf dem italienischen Flugmarkt tätig: Air Dolomiti, eine hundertprozentige Tochter der deutschen Fluggesellschaft, bedient zahlreiche Flüge, hauptsächlich zwischen Norditalien, München und Frankfurt; seit Februar hat auch die Lufthansa Italia ihren Betrieb aufgenommen.
FeiertageHauptartikel: Feiertage in Italien
Informationsquelle : www.wikipedia.org |
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Last update : 16.05.2011 - 11:00 2009-2011 by scoontis.com © |